THE MOUNTAINBIKE-GUIDES OF BIKE’N SOUL IN SAALBACH-HINTERGLEMM

Die Guides von bike’n soul sind Fährtenleser in einer alpinen Traumlandschaft und geleiten mit Humor und Kompetenz zu Erlebnissen, welche sich auf ewig in den Erinnerungen einnisten werden. Mit Know-How, Erfahrung und technischem Geschick kümmern sie sich um Anfänger, Könner oder Pros und deren aller individuellen Wünsche, mit dem Ziel technische Hürden zu überwinden und Urlaubserinnerungen zu schaffen. Wir dürfen zwei der bike’n soul Guides vorstellen, Karsten und Daniel – eure Guides im Bike-Circus Saalbach Hinterglemm.

bike’n soul (B): Karsten und Daniel, ihr habt ja eine unterschiedliche Geschichte, wie ihr zum Bikesport gekommen seid. Karsten, du bist schon eine Weile in Saalbach, auch wenn du in früheren Jahren den Bike-Circus vermehrt als Urlaubsdestination auserkoren hast. Wie kam der Sinneswandel, diesen, „deinen“ Urlaubsort zum Wohnsitz und Arbeitsplatz zu machen?

Karsten (K): Biken ist schon seit meiner Kindheit meine Leidenschaft. Das ging richtig früh auf dem BMX-Bike los, welches dann später durch das MTB abgelöst wurde. Beruflich ging es für mich aber zunächst in eine andere Richtung. Ich war lange Zeit in der Marketing- und Werbebranche tätig. Dort hatte ich zwar beruflich mit der Bikebranche zu tun, aber meist nur am Schreibtisch und nicht auf dem Bike.

Da ich schon länger den Bürostuhl gegen den Sattel tauschen wollte und ich gerne die Freude am Biken mit anderen teile, war es naheliegend als Guide zu arbeiten.

Und das Ganze auch noch im Bike-Circus Saalbach Hinterglemm machen zu dürfen und zu können ist natürlich der Hit. Ich habe mich vor vielen Jahren, als ich das erste Mal ins Tal kam, sofort in die Gegend verliebt und das hat sich bis heute nicht verändert.

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Bild: Karsten Lautenbach

B: Daniel, du bist gebürtiger Wiener mit Kärntner Wurzeln und leidenschaftlicher Triathlet. Hier ist ja eher die geteerte Straße deine sportliche Heimat – wie kommt die Passion zu den Bergen und Trails? War der Grundgedanke das Training für die Straße?

Daniel (D): Da ich schon in meiner Kindheit meine Freizeit am Berg verbracht habe, hauptsächlich am Ski und am Bike, lässt mich die Faszination an der schönen Natur nicht mehr los. Für mich sind die Berge einfach ein absoluter Traum. Darum bin ich auch fast täglich am Berg – egal ob beim Biken, Skifahren, Klettern oder Wandern.

Der Triathlonsport ist in den letzten Jahren meine echte Leidenschaft geworden. Ich sehe es aber eher differenziert zum Mountainbikesport, da beim Biken die Technik im Vordergrund steht. Sowohl bergauf, als auch bergab. Und genau das macht es so spannend. Natürlich ist es ein positiver Nebeneffekt, dass es auch ein gutes Training für die Straße ist.

B: Kann eigentlich jeder Biker als Guide fungieren? Klärt die Leser auf: Welche Ausbildung benötigt man als Bike-Guide?

K: Grundvoraussetzung ist natürlich die Freude am Biken und bei wirklich jedem Wetter in der Natur draußen sein zu können – aber ganz wichtig – die Freude am Umgang mit Menschen.

Sich auf die Gäste mit ihren unterschiedlichen Wünschen einzustellen und mit ihnen einen coolen Tag auf dem Bike und am Berg zu verbringen, ist das oberste Ziel.

Das berufliche Biken als Guide unterscheidet sich genau an dieser Stelle vom privaten Biken. Man fährt für den Gast und nicht „für sich“ nach seinen eigenen Wünschen. Eigentlich selbstverständlich – dennoch vergessen das manche, die sich für diesen Beruf interessieren.
Fachliche Kenntnis über das Biken selbst und über das Guiding bilden, über das Persönliche hinaus, die Grundlage. Hier führen aber viele Wege ans Ziel. Gut ist es dabei immer, bei einer anerkannten Bikeschule eine Ausbildung zu machen.

D: Genau. Es ist ein Mix dieser Eigenschaften und Kenntnisse, die Karsten genannt hat. Wer dies bereits mitbringt oder aber bereit ist sie zu erlernen, der kann auch als Bike-Guide durchstarten.

Daniel Ladinig, Karsten Lautenbach

Bild: Daniel Ladinig & Karsten Lautenbach

B: Ihr müsst euch die Bereiche mit den anderen Guides aufteilen. Wer von euch icht mehr der Tourenfahrer und wer ist vermehrt für den Freeride-Part zuständig? Oder wechselt ihr hier während der Sommersaison?

K: Wir haben diesen Punkt bei bike’n soul sehr intensiv diskutiert und uns dafür entschieden, dass jeder Guide sich auf ein bestimmtes Anforderungsprofil spezialisiert. Im letzten Jahr haben wir damit super Erfahrungen gemacht. Die Anforderungen an eine Tour bei der 1.500 und mehr Höhenmeter zu bewältigen sind, unterscheiden sich einfach zu sehr davon, einen 3-Meter-Drop zu springen. Natürlich gibt es manchmal den Top-Biker, der alles kann. Der Normalfall ist dies aber eher nicht. Durch die Spezialisierung der Guides können wir dem Gast, der beispielsweise eine anspruchsvolle Allmountain-Tour fahren oder gar eine Marathon-Runde drehen möchte, genauso ein tolles Erlebnis ermöglichen, wie dem Freerider, der auf der X-Line eine krasse Linie fahren oder lernen möchte.

Bei mir liegt der Schwerpunkt klar beim Freeriden und bei den technisch fordernden E-Bike-Touren. Wenn Daniel am Berg richtig antritt, komme ich nicht hinterher 😀

D: Mein Schwerpunkt liegt bei den Touren. Gerne sportlich anspruchsvoll mit dem ein oder andern Höhenmeter mehr dabei. Zwischendurch darf es aber auch mal ein lässiger Freeride-Ritt sein – gerne auch nach Feierabend mit den Kollegen 😉

B: Müsst ihr eure eigenen Bikes für das Guiding verwenden oder bekommt ihr die Bikes zur Verfügung gestellt?

K: Wir bekommen die Bikes von ROTWILD über bike’n soul gestellt. An dieser Stelle auch ein ganz dickes Dankeschön an ROTWILD. Ich bin schon lange ein Fan der Marke und mehr als happy, dieses Rad beruflich fahren zu dürfen. Am häufigsten sitze ich auf dem ROTWILD R.E1 Enduro, welches ich wirklich liebe. Für die E-Bike-Touren kommt das R.G+ und R.E+ zum Einsatz.

D: Mein Arbeitsgerät ist ebenfalls überwiegend das ROTWILD R.E1. Ich schätze das Bike besonders wergen seines unglaublich vielseitigen Einsatzbereichs.

Rotwild-Bikes

Bild: Übergabe der „Arbeitsgeräte“ – Rotwild Bikes – © Daniel Roos

B: Wo seht ihr die Schwierigkeit im Guiding? Ist das zum Beispiel die mögliche Inhomogenität einer Gruppe oder die Gruppengröße?

K: Beides würde ich nicht als Schwierigkeit bezeichnen, sowohl die Inhomogenität einer Gruppe, als auch die Gruppengröße. Eher als Herausforderungen, welche die Sache einfach mit sich bringt. Wir haben über die Jahre hinweg ein Touren-Programm entwickelt, welches diesen Herausforderungen sehr gut entgegenwirkt.

Das heißt durch die unterschiedlichen Arten von Touren und Trainings, die wir täglich anbieten, kommt es eher selten zu starken Unterschieden innerhalb der Gruppe.

B: Was war euer lustigstes Erlebnis auf einer Guiding Tour?

K: Da gibt es so viele, dass es wirklich schwer wird ein Einzelnes herauszugreifen. Gelacht wird auf jeden Fall sehr seeeeehr viel 😉

B: Noch abschließend: verratet den Lesern doch eure persönliche Lieblingstour!

D: Meine absolute Lieblingstour ist mit Abstand die Lochalm Runde über Leogang. Diese Tour hat am Trail einfach alles zu bieten – wurzelige, steinige, steile und flache Segmente. Einfach unglaublich vielseitig in jeder Hinsicht. Von sanften Uphill-Passagen, bis hin zu giftigen Anstiegen. Und natürlich nicht zu vergessen – eine absolute geniale Kulisse, welche einem komplett den Atem raubt. Ein Muss für jeden All Mountain-Biker.

K: Auch wenn es die Tour schon länger gibt – bei mir ist es eindeutig die Big5. Da steckt einfach alles drin. Man hat einen Großteil der schönsten Trails dabei, sie ist körperlich fordernd, aber nicht zu anstrengend und man kommt an vielen tollen Hütten vorbei.

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