Teenz’n da Hood

Ein Tag mit den Young Guns in Saalbach Hinterglemm

Uhrzeit 09:45: Treffpunkt: bike´n soul Shop direkt am Reiterkogel. Wetter: Könnte nicht schöner sein. Das Material wird ein letztes Mal geprüft – Helm und Handschuhe müssen richtig sitzen um den idealen Schutz zu gewähren. Es liegt ein Hauch von Aufregung und Anspannung in der Luft. Um eine Gruppe Freeride-Biker hat sich bereits ein Kreis gebildet. Ein Kreis großteils entspannter, aber auch vereinzelt deutlich angespannter Eltern. Warum hier Eltern um eine Ansammlung von Freeride-Bikern stehen? Ganz einfach – es sind nicht einfach irgendwelche Biker: es sind die Freeride Teens von bike´n soul. Alle im jungen Alter zwischen 11 und 15 Jahren.

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Einer unter Ihnen ist Valentin. Da Valentin nicht das erste Mal bei den Freeride Teens mit dabei ist, ist er bereits routiniert und wirkt sehr entspannt. Er kennt die Abläufe, weiß was ihn erwartet und gibt gerne Auskunft an alle Mitfahrer, die noch nie dabei waren.

Uhrzeit 09:55: Karsten, der Guide, versichert sich, dass alle Teens die Joker Card mit dabei haben, wirft ebenfalls nochmal einen Blick auf Bike und Schutzausrüstung und erklärt kurz den Ablauf. Heute wird die Z-Line gerockt. Nach dem gestern die richtige Bremstechnik im Vordergrund stand, liegt der Schwerpunkt heute auf Kurventechnik und Linienwahl.

Karsten motiviert die Teens mit einem besonderen Goodie: wenn die Gruppe heute gut durchkommt, geht es morgen schon ans Droppen und Springen. Leuchtende Augen bei allen Beteiligten.

Uhrzeit 10:00: Abfahrt Richtung Zwölferkogel. Schnell geht es in die Gondel, um wenige Minuten später ca. 500 Höhenmeter weiter oben am Berg wieder auszusteigen. Direkt am Einstieg der bekannten Z-Line. Karsten beschreibt nochmals schnell die Charakteristik der Strecke und weist auf das ein oder andere Hindernis hin.

Und dann geht es los … Guide Karsten voraus. Alle hinterher. Valentin – trotz seines “Alters” mittlerweile ein sehr erfahrener Biker – sichert nach hinten ab.

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Mit Jubel geht es in die ersten Anlieger. Einige trauen sich schon an die Wallrides der Z-Line heran. Kurze Pause im Wald. Hier bietet sich ein perfekter Streckenabschnitt, um die Kurventechnik zu üben. Karsten erklärt und Valentin fährt der Gruppe das Manöver musterhaft vor. Alle anderen fahren nach. Perfekt. Schnell kommt es zu Aha-Effekten. Die richtige Kurventechnik zu erlernen ist enorm wichtig… trotzdem wollen alle weiter. Zu groß ist die Neugier auf den Rest der Strecke und der Drang, das Erlernte gleich auf dem Trail umzusetzen.

High Five! Alle klatschen ab und es geht weiter. Durch den Wald, über Northshore-Elemente, Hindernisse und Wurzeln.

Unten angekommen ist die Freude riesig. Die Teens erzählen aufgeregt von ihren Highlights auf der Strecke- alle strahlen bis über beide Ohren.

“Gleich noch ´ne Runde?” fragt Karsten. “Yeah” donnert es zurück. Nach dieser klaren Ansage geht es gleich nochmal mit der Gondel hoch – und das nicht zum letzten Mal an diesem Tag.

Nach einigen Abfahrten, und sichtbar geschafften aber glücklichen Gesichtern, geht es zurück zum Startpunkt – dem bike´n soul Shop am Reiterkogel.

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In voller Vorfreude auf den nächsten Tag löst sich die Gruppe langsam auf – nur zwei bleiben zurück. Valentin und Guide Karsten. Denn für die beiden steht noch etwas ganz Besonderes auf dem Programm.

Valentin bekam ein Privatguiding geschenkt, dass sich ganz nach seinen Wünschen ausrichtet. Die Antwort auf Karstens Frage, „wohin es denn gehen soll“, ließ nicht lange auf sich warten. Valentin wollte unbedingt den “Bergstadl Trail” riden. Dieser Trail gilt als einer der anspruchsvollsten im Glemmtal. Wissentlich über Valentins sehr gute Fahrtechnik machten sich die Beiden ohne Zögern – und mit einem dicken Smile im Gesicht – auf den Weg Richtung Bergstadl Trail …

Aber das ist eine andere Geschichte, die wir euch gerne ein andermal erzählen. Es sei nur so viel verraten: Es war eine sensationelle Abfahrt, ohne Sturz, ohne Defekte und vor allem mit jeder Menge Freeride-Aktion.

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Nähere Infos zu den Trails gibt’s übrigens hier.

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