Die Trailscouts Bascht & Harry

Mit​ ​der​ ​Lupe​ ​und​ ​GPS​ ​bewaffnet​ ​entern​ ​Sie​ ​das​ ​Backcountry​ ​von​ ​Saalbach Hinterglemm,​ ​um​ ​euch​ ​neue​ ​Trail-Erlebnisse zu​ ​bescheren.​ ​Oftmals​ ​beginnt​ ​das Entdecken​ ​neuer​ ​Wege​ ​aber​ ​auf​ ​der​ ​Landkarte​ ​und​ ​mit​ ​dickem​ ​Rotstift​ ​im​ ​Büro.​ ​Die Bikes​ ​warten​ ​dabei​ ​aber​ ​schon​ ​gesattelt​ ​vor​ ​der​ ​Tür.CV0R9774

Bascht Hasenauer,​ ​der​ ​​“Head​ ​of​ ​bike’n​ ​soul”​​ ​und​ ​Harry Fersterer,​ ​Betriebsleiter​ ​des​ ​Schattberg​ ​X-Press​ ​in Saalbach,​ ​werden​ ​mit​ ​der​ ​Mission​ ​neue​ ​Wege​ ​zu​ ​gehen​ ​oftmals​ ​gemeinsam​ ​gesichtet.​ ​Mit elektrifizierten​ ​Antritt​ ​erklimmen​ ​sie​ ​die​ ​Berge​ ​und​ ​suchen​ ​​nach​ ​tollen Alternativen und Ergänzungen​ ​zu​ ​den​ ​derzeitigen​ ​Strecken.  Das​ ​bestehende​ ​Trail-​ ​und​ ​Wegenetz​ ​von​ ​Saalbach​ ​Hinterglemm​ ​ist​ ​nur​ ​möglich, weil auch die Grundeigentümer positiv der Entwicklung des Bikesports gegenüberstehen und  ​viel ​Verständnis für die touristische Entwicklung entgegenbringen.

​Wenn​ ​die​ ​Zwei unterwegs​ ​sind,​ ​haben​ ​sie​ ​diesen​ ​Umstand​ ​stets​ ​im​ ​Hinterkopf.​ Schließlich​ ​können​ ​die​ ​Lines nicht​ ​x-beliebig​ ​in​ ​die​ ​Natur​ ​platziert​ ​werden. Oft entsteht​ ​die​ ​Idee​ ​einer​ ​neuen​ ​Strecke​ ​aus​ ​unzähligen​ ​vorangegangenen​ ​Ausfahrten mit​ ​wachsamen​ ​Auge​ ​auf​ ​die​ ​Topographie​ ​der​ ​Umgebung. Meistens sind es aber die Herausforderungen aus dem bestehenden Streckenangebot, welche die beiden bearbeiten. Erweist​ ​sich​ ​eine​ ​neue​ ​Route​ ​als notwendig,​ ​um​ ​das​ ​Angebot​ ​für​ ​den​ ​Bikegast​ ​sinnvoll​ ​zu​ ​erweitern,​ ​begleiten​ ​weitere Observationen​ ​dieser​ ​Abschnitte​ ​das​ ​Prozedere.​ ​

Geschützte Naturräume wie zum Beispiel Biotope oder Ruhezonen des Wildes sind tabu. Diese Prüfung muss ein Projekt als erstes bestehen, bevor es in eine Detailplanung geht. Gespräche mit den Grundeigentümern sind zu führen und auch andere Nutzer des Naturraumes müssen berücksichtigt werden. Bei Neubauten ist auch ein Projektant zur Erstellung eines Einreichoperates für die Naturschutzbehörde zu beauftragen.

Es bedarf oft viel an Zeit, Energie und Überzeugungskraft bis alle Weichen für ein neues Projekt gestellt sind. ​Ergeben​ ​all diese​ ​Komponenten​ ​​​ein​ ​sprichwörtliches​ ​“GO”,​ ​so wird​ ​das​ ​weitere​ ​Vorgehen​ ​innerhalb​ ​einer​ ​eigens​ ​gegründeten​ ​​“Kompetenzgruppe Mountainbike”​​ ​diskutiert​ ​und​ ​die​ ​Vor-​ ​und​ ​Nachteile​ ​abgewogen.  Betrifft​ ​das​ ​Vorhaben​ ​auch​ ​die​ ​Bergbahnen,​ ​werden​ ​diese​ ​logischerweise​ ​in​ ​diese​ ​Abläufe integriert.​Biken in Saalbach Hinterglemm

​​Wolfgang​ ​Breitfuss,​ ​Direktor​ ​des​ ​Tourismusverbandes Saalbach​ ​Hinterglemm,​ ​fungiert als ​offizielle​ ​Stimme der Kompetenzgruppe gegenüber den Grundeigentümern und den Behörden. Letztere haben auch immer ein gewichtiges Wort mitzureden, wenn es um die Umsetzung neuer Projekte geht.

Auf diese Art und Weise konnten im vergangenen Sommer auch die Weichen für einen neuen Trail über das Klinglertörl gestellt werden. Dieser Trail verbindet nun offiziell das Glemmtal mit dem Salzachtal bzw. dem Oberpinzgau. Bislang war an den ​Hacklberger​ ​Seen Schluss mit biken, jetzt sieht das ganz anders aus.

Der Trail wurde eigentlich nicht neu gebaut, vielmehr wurde ein bestehender Wanderweg adaptiert und erfährt nun eine gemeinsame Nutzung mit Wanderern. Es​ ​handelt​ ​sich​ ​um​ ​einen “Shared​ ​Trail”​​ ​,​ ​gegenseitige​ ​Rücksichtnahme​ ​zwischen​ ​Bikern​ ​und​ ​Wanderern​ ​ist​ ​die ​Voraussetzung für ein harmonisches Miteinander.

Dieser neue  ​“transalpine”​ ​Singletrail​ übers​ ​Klinglertörl ist auch für E-Mountainbikes bestens geeignet. Hierfür wurden spezielle Übergänge entworfen, um beim Durchqueren der Weidegrenzen nicht das Bike kopfüber über die Zäune tragen zu müssen – somit wurde das Angebot im Glemmtal barrierefrei für Biker und Wanderer erweitert.

Bildnachweis TVB Saalbach

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